Sonntag, 1. August 2010

Quick and dirty

Ich brauchte, wie gestern angemerkt, eine schnelle Problemlösung für die kurzfristige Lagerung von knapp zwei Paletten Brennholz. Jene stehen seit gestern friedlich in meinem Garten und eigentlich ist alles in Ordnung - solange es nicht regnet. Der heutige Sonntag wollte nicht recht zum komplett arbeitsfreien Tag degenerieren lassen, also hab ich mir auf die Schnelle was für den Fall des nächsten Regenschauers überlegt. Zuerst galt es das Holz so umzuschichten, dass über die ganze Fläche eine halbwegs konstante Stapelhöhe herrscht:Was ich hatte, waren ein paar Quadratmeter Laminatreste und ein paar Meter Dachlatte. Daraus ließ sich mit ein paar Spaxschrauben ein prima Dach zimmern:Darunter kamen dann noch zwei etwas höhere Leisten (sofern vorhanden, ansonsten hätte es auch da Dachlatte getan) als Abstandshalter zum Holzstapel; damit war die Luftzirkulation auch an der Oberfläche des Stapels gewährleistet (was das simple Drüberspannen einer Folie nachhaltig verhindert hätte).
So weit, so gut, aber beim nächsten stärkeren Wind würde das Ding fliegen gehen. Deshalb habe ich seitlich einfach vier Spaxschrauben in die umlaufenden Leisten geschraubt; mit einem Stück Draht wurde nun jede Ecke gegen den Fuß der Palette abgespannt. Das hält erstaunlich gut und den Orkan, der das auseinander pflückt möchte ich erst einmal sehen (oder auch nicht ;-):Fehlte noch der Schutz der Laminat-Bedachung gegen Regen - das Zeugs hat's nicht so mit der Wasserfestigkeit. Ein paar Quadratmeter dicker PVC-Folie fanden sich noch, ebenso ein Tacker. Das Resultat sieht so aus und wird, wie alle gescheiten Provisorien, wohl viel länger im Betrieb bleiben, als ich das im Moment beabsichtige:Vor dem Verlust der Stabilität habe ich wenig Angst, bei Volumenverlust des Holzes durch Trocknung lassen sich die Drahtabspannungen problemlos nachspannen.
Für gut eine Stunde Arbeit bin ich mit dem Ergebnis nicht unzufrieden.

1 Kommentar:

Georg hat gesagt…

Es ist wie so immer im Leben - nicht die Dauer einer Arbeit ist das Entscheidende - sondern die Effizienz...