Montag, 1. Oktober 2012

Der Quirl

Klar - alternative Energie- gewinnung ist nicht nur eine feine, sondern absolut überlebens- notwendige Sache. Und eigentlich stört's mich auch gar nicht so sehr, dass ich an Tausenden und Aber- tausenden von Windrädern vorbei- komme, wenn ich vom Ruhr- gebiet aus durch Norden und Osten der Republik fahre. Warum auch nicht - in den ländlicheren Gebieten von Niedersachsen oder Sachsen-Anhalt gibt's so viel Gegend, da ist das nicht so das Problem. Jetzt allerdings rücken sie mir langsam auf die Pelle mit den Dingern. Das Bild hier ist zwar dank Teleoptik ein bisschen dramatischer als die Realität, aber trotzdem gucke ich beim Verlassen des Hauses immer auf diesen Quirl. Ob mich das stört? Ich glaube schon. Ob ich mir Gedanken darüber machen sollte, dass das ökologische Gewissen in den Hintergrund tritt, sobald die "Energiewende" vor der eigenen Nase stattfindet?
Ganz bestimmt.

Kommentare:

Heiner hat gesagt…

Soso, in Niedersachsen ist also Platz genug, denen können wir die Dinger ruhig vor die Tür stellen. Genau das gleiche haben sie sich bei der Asse oder bei Gorleben auch schon gedacht ;-)

Wir (hier in Niedersachsen) sind übrigens tatsächlich von Windrädern umgeben. Ich persönlich liebe es wenn sie sich drehen. Verbindet irgendwie so schön die eigene Steckdose mit den Elementen draußen.

Ein Schweizer Garten hat gesagt…

Oh, ich kanns mir vorstellen, ich hätte damit in meiner Gegend sehr Mühe, gottseidank ist hier mehrheitlich Wasserkraft die alternative Energiegewinnung.
Lg Carmen

Majue*s hat gesagt…

...wenn der Fernseher nicht mehr läuft oder du den Strom für deine Anlage per Rad-Generator erstrampeln mußt......!!!
Ich wohne am Stadtrand von Hamburg und habe in nicht sichtbarer Nähe Windräder...würde sie aber auch "in Sicht" tolerieren...
...übrigens die ländlichen Gebieten = die werden dadurch total verschandelt.....

Herzliche Grüße
Ute

Borkergarten hat gesagt…

Dabei sind wir in unserer Gegend doch gar nicht mit schöner Umgebung verwöhnt worden. Wer im Schatten der Zechen groß geworden ist, sollte sich nicht über Windräder aufregen. Mich stören sie auch nicht, wenn sie nicht gerade Schatten auf unsere Terasse werfen. So ändert sich unsere Einstellung, die Windmühlen in Ostfriesland wollen alle sehen, aber die Windräder zerstören als Spargel unsere Landschaft. Immer noch besser als in der Nordsee Strom zu erzeugen und über Leitungen bis nach Bayern schleusen. VG Manfred

Stella hat gesagt…

In der Stadt sind die Dinger aber eigentlich viel besser aufgehoben. In ländlichen Gebieten stören sie oft Vögel in ihren Brutgebieten oder hindern bestimmte Zugvögel an ihrer Rast, die Freiflächen brauchen, zum Beispiel den Goldregenpfeifer und instinktiv mindestens ein paar hundert Meter Abstand zu solchen Rädern bzw. Häusern einhalten. Die wissen gar nicht mehr, wo sie landen sollen. In Offshore-Anlagen vertreibt der Lärm – und den produzieren die Dinger ja durchaus – Wale und bringt offensichtlich auch deren Orientierung durcheinander. Trotzdem denke ich, dass Windkraft eine gute Alternative sein kann, wenn man sich ein bisschen Gedanken macht, wo man sie hinsetzt und die Räder zu bestimmten Zeiten auch abschaltet – eben z.B. zu Zeiten des Vogelzugs. Aber dass sie die Landschaft verschandeln finde ich nicht, im Gegenteil, die sehen doch ganz schön erhaben aus. Früher gab's Windmühlen, heute eben Windräder.

Stella hat gesagt…

Ich kaufe ein Komma und reiche es nach.

hb hat gesagt…

Das Problem mit Windrädern in Städten ist, dass sie da nicht gescheit funktionieren. Hindernisse und ganz besonders geringer Abstand zur Bebauung senken den Wirkungsgrad von dem Krams ganz erheblich. Allerdings steht der Eimer in diesem Fall schon auf nem Feld vor dem Ortseingang das wird schon irgendwie tun.

Stella hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Stella hat gesagt…

So ein Mist. Hatte gerade total viel geschrieben und dann stand da zum Schluss nur noch ein Satz davon. Jedenfalls wollte ich sagen: Private Mini-Anlagen sind nicht mal auf dem Land unbedingt rentabel. Habe auf der letzten D-Tour einen Radiobericht gehört von einem Typen, der sich so einen Pin auf die Garage gesetzt hatte – unter zehn Metern. Hat 7000 Euro gekostet. Gespart hat er mit vier Personen 250 im ersten Jahr. Dann muss er jetzt noch 29 Jahre durchhalten...

Stella hat gesagt…

Ach so, und "Ja, das stimmt!" hätte noch zum Kommentar gehört. An den Anfang.