Wie fang‘ ich’s an…

Am besten mit ein paar Impressionen aus der Vergangenheit. Ich habe mein klein Häusken im Herbst 2004 bezogen, und die nun folgenden Bilder sind 2005 entstanden, betrachtet durch meine ganz eigene, von einem warmen Frühsommerabend verklärte Brille.


Wenn man aus meiner Haustür kommt und Richtung Garten geht, dann kommt man an dieser idyllischen kleinen Ecke vorbei. Die gehört Frau Köhler. Die wiederum ist schon sicherlich an die 80 und nutzt die wunderschöne „Frühstücksecke“ nicht mehr. Bedauerlich eigentlich.


Der Blick aus meinem Garten auf das angrenzende Grundstück. Das liegt brach und wird im Wesentlichem von dem sicherlich 20 Meter hohen Baum in der Bildmitte „bewohnt“. Leider hat die Stadt, die das Grundstück vor einiger Zeit gekauft hat, bereits einen roten Punkt auf den Stamm gepinselt. Was bedeutet: Bald soll er fallen.


„Laubenkultur“ ist eine sehr spezielles Ruhrgebietsphänomen. Dazu gehört, dass man sich liebevoll um seinen Garten kümmert. Wie mein Nachbar Lothar, der schon seit 32 Jahren hier wohnt und jeden seiner Grashalme mit Namen kennt.

Blick in den „tiefen Westen“, von meinem abendlichen Lieblingssitzplatz aus. Tja – was soll ich sagen? Mir gibt das was, besonders Frau Köhlers schön bunt „bekohltes“ Frühbeet.


Frau Köhler dürfte nicht mehr weit von 80 entfernt sein, ist aber noch erfreulich gut in Form. Dieses Beet hegt und pflegt sie nach wie vor selbst, ihre „Großfläche“ hat sie mir freundlicherweise abgetreten.

Nun ja – nix Spektakuläres: die Rückseite von meinem Stall. Mutter Natur erobert sich auch hier ihr Recht zurück. Mittlerweile (seit Herbst 2005) allerdings steht hier mein Regal mit Platz für sechs Kubikmeter Brennholz


Impressionen aus dem Garten meines Nachbarn Horst. Jetzt kann man über Gartenzwerge denken was man will – hier passt’s irgendwie.


Horst ist jetzt 74, wenn ich mich nicht täusche. Was er beruflich gemacht hat? Sieht man hier. Ich find’s Klasse, dass er mir morgens, wenn ich ins Büro fahre, immer eine „gute Schicht“ wünscht.


Auch das gehört irgendwie dazu: der Blick auf den Bunker. Schön ist er ja nicht, aber die Bands, die darin proben, scheinen teilweise nicht mal schlecht zu sein.


Noch mal reines „Ambiente“. Das ist ein Blick in den Garten von Dieter und seinem Schwiegervater Walter. Neben Blümchen züchtet Walter auch Mengen von Essbarem, wovon ich hier hier und da sehr profitiere.


Frau Köhlers Kohl. Ich find ihn einfach hübsch, sie ernährt sich auch davon – jedenfalls wird er regelmäßig weniger. Überhaupt ist die „Selbstversorgermentalität“ bei uns in der Kolonie noch ziemlich verbreitet. Vor fünf Jahren hat man in unserer Waschküche noch Schweine geschlachtet. Sagt Horst – ich glaub‘ ihm das mal.


Das ist Lothars Laube. Die hat er vor über 20 Jahren aus allem, was er so Brauchbares für kleines Geld gefunden hat, im Schweiße seines Angesichts gebaut. Irgendwie hat das Charme, auf eine ganz spezielle Art. Wieso blau/weiß? Wir sind nicht weit von Gelsenkrichen entfernt, ist doch klar…


Erwähnte ich schon, dass ich eigentlich kein „Blümchenknipser“ bin? Naja, ein wenig Sentimentalität im Sonnenuntergang, und ich lasse mich auch zu so etwas hinreißen.


Nun ja, in erster Linie fand ich das Foto einfach nett. Schöne warme und gemütliche Stimmung. In zweiter Kinie heize ich mit dem Zeug. Jetzt gerade nicht, aber der nächste Winter kommt ja bekanntermaßen bestimmt.


„Moon Over Burbon Street“…? Fast. Wenn der Mond vor dem strahlend blauen Himmel steht, könnte das ein sicheres Indiz dafür sein, dass es Zeit ist mit dem Kram hier aufzuhören…
Das war also Vergangenes; alles, was jetzt kommt, ist gut drei Jahre jünger

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